Leitmeritz 1877 - 1959 Zwickledt

Nach dem Besuch der Kunstgewerbeschule in Salzburg begann Kubin im Alter von fünfzehn Jahren bei einem Verwandten in Klagenfurt eine Lehre als Photograph. Aufgrund mangelnden Interesses an der Photographie wollte Kubin eine andere berufliche Laufbahn einschlagen und beschloss, in die Armee einzutreten. Doch auch der Dienst in der Armee war nicht von Dauer. Im Frühjahr 1898 begab sich Kubin nach München, um an Privatschulen und auf der Kunstakademie Graphik und Malerei zu studieren. Die wichtigsten Anregungen für sein künstlerisches Schaffen bekam Kubin nicht durch das Studium, sondern in der Pinakothek durch die Werke von Künstlern wie Klinger, Munch, Redon und Goya. Gelegentliche Reisen nach Böhmen, auf den Balkan, Südfrankreich, Italien, Prag, Berlin, München, Zürich oder Paris ermöglichten es ihm, mit Künstlerkollegen und Freunden zusammenzutreffen. Die wirtschaftlichen Grundlagen seines Künstlerdaseins verschaffte sich Kubin zum Großteil durch Illustrationen zu literarischen Werken von Edgar A. Poe, Fjodor Dostojewsky, E.T.A. Hoffmann, August Strindberg, Jean Paul, Voltaire, Honore de Balzac, Hugo v. Hofmannsthal, Gerhard Hauptmann, Annette v.Droste-Hülshoff, Franz Werfel, Gustav Meyrink, Paul Scheerbart und des Buches Daniel aus dem Alten Testament. Kubins künstlerische Arbeit wurde durch Ausstellungen im In- und Ausland und durch die Veröffentlichung seiner Werke entsprechend gewürdigt.


Kaspar Paul
Kaufmann Adolf
Kaufmann Wilhelm
Koko Demeter
Kokoschka Oskar
Kriehuber Josef
Kubin Alfred
Galerie Szaal, Schottenring 10, 1010 Wien