Troppau 1848 - 1916 Wien

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Landschaftsmalerei auf eine gänzlich neue Basis gestellt. Statt im Atelier konstruierte Ideallandschaften mit historischen oder religiösen Inhalten zu füllen, wurde nun der reale Naturausschnitt zum Darstellungsgegenstand. Die Maler zogen tatsächlich bei jeder Witterung in die Natur hinaus, um „en plein air“ vor Ort zu arbeiten und Atmosphäre, Licht und Stimmung direkt auf die Leinwand zu bannen. Heute ist es schwer vorstellbar, wie revolutionär dieser Ansatz damals war und welche Proteste diese Art der Malerei hervorrief. Wurde sie zunächst als „belanglos“ kritisiert und belächelt, so waren diese als „paysages intimes“ bezeichneten Werke doch wegweisend für eine vollkommen neue Sichtweise der Künstler auf die sie umgebende Natur. Der Ausgangspunkt dieser Entwicklung war Frankreich, und die Maler der „Schule von Barbizon“ gelten heute als Vorläufer des Impressionismus. Mit ihrer Auffassung legten sie den Grundstein für die Malerei der Moderne. Auch Adolf Kaufmann kam bereits auf seinen ersten Reisen mit den „Barbizonisten“ in Berührung und zeigte sich begeistert von der Unmittelbarkeit und Wahrhaftigkeit in deren Werken. Diese Art der Darstellung kam seinem eigenen künstlerischen Empfinden entgegen, sodass er dieser Strömung zeitlebens verbunden blieb. Stets wählte er bewusst Ausschnitte, die dem Betrachter wie zufällig erscheinen. 


Kaspar Paul
Kaufmann Adolf
Kaufmann Wilhelm
Koko Demeter
Kokoschka Oskar
Kriehuber Josef
Kubin Alfred
Galerie Szaal, Schottenring 10, 1010 Wien