Der aus Deutschland stammende Landschaftsmaler und Radierer Carl Eduard Onken begann seine künstlerische Ausbildung als Schüler seines Vaters, der ebenfalls Maler war. In den Jahren 1869 bis 1879 studierte er an der Wiener Akademie bei Eduard Peithner von Lichtenfels. Im Gegensatz zu einigen seiner Schüler, die aus Unzufriedenheit mit ihm die Akademie verließen und nach München, Karlsruhe oder Düsseldorf gingen, gehörte Carl Eduard Onken wie auch Maximilian Suppantschitsch, Johann Nepomuk Geller, Heinrich Tomec und Stefan Simony zu denjenigen Malern, auf die Lichtenfels starken Einfluss ausübte und dessen Unterricht die wesentliche Grundlage ihres Schaffens bildete. So wurden sowohl ihre detailreichen Landschaften und die in realistischer Manier verarbeiteten Motive wie auch die ihres Lehrers zu intimen Naturausschnitten und idyllischen Stimmungen. Onkens künstlerisches Schaffen wurde durch zahlreiche Ehrungen gewürdigt. So erhielt er 1871 den Rosenbaumpreis, 1873 und 1875 den Gundelpreis sowie 1874 und 1875 Stipendien. Einer Studienreise 1874 folgten weitere Reisen nach Ungarn und Italien, Holland und Deutschland (besonders an die Nordsee) und in die Schweiz. Im Jahr 1880 wurde Onken Mitglied der Gesellschaft bildender Künstler im Wiener Künstlerhaus. Seine Gemälde befinden sich hauptsächlich in Privatbesitz, aber auch in Museen in Oldenburg, Prag und Wien.


Onken Carl Eduard
Galerie Szaal, Schottenring 10, 1010 Wien