Graz 1852 - 1927 Graz

Alfred Zoff wurde 1852 in Graz geboren und versuchte sich zunächst als Student der Rechtswissenschaften, dann der Medizin. Gleichzeitig malte er und nahm ab 1869 Unterricht bei Hermann von Königsbrunn an der Ständischen Zeichnungsakademie, wo er auf seine Kollegin Marie Egner traf. Von 1880 bis 1884 studierte Zoff an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei Eduard P. Lichtenfels. Anschließend ging der Künstler nach Karlsruhe, um bei dem damals sehr bekannten Landschaftsmaler Gustav Schönleber seine malerische Entwicklung voranzutreiben. Dieser hatte durch die Rezeption der Ideen der Schule von Barbizon, vor allem der Werke von Corot und Daubigny, im Rahmen des deutschen Impressionismus eine neue Malweise entwickelt.

Von 1890 bis 1898 lebte Zoff in München, wo er große Anerkennung, Freunde und Förderer gewann, anschließend in Krems und Wien. Ab 1907 war er Professor an der Landeskunstschule in Graz. Zoff erhielt zahlreiche nationale und internationale Preise, darunter 1888 die Silberne Staatsmedaille auf der Internationalen Jubiläumsausstellung in Wien, 1899 die Erzherzog Carl Ludwig-Medaille, 1900 die Medaille de bronce auf der Weltausstellung in Paris, 1907 die Große Goldene Staatsmedaille für sein Gemälde „Rivierahafen" und 1910 die Goldene Staatsmedaille in Graz. Alfred Zoff war ab 1883 Mitglied des Künstlerhauses und ab 1900 des Hagenbundes.

Als Zoff sich bereits in jungen Jahren ganz der Malerei verschrieb, begann für ihn ein sparsames Leben voller Entbehrungen. Diese bedrängten Verhältnisse begleiteten ihn durch Jahrzehnte und machten ihn bescheiden und selbstkritisch. Auch als Maler liebte er keine großen Gesten. Sein Interesse galt vielmehr einfachen, landschaftlichen Motiven ohne topografische oder vedutenhafte Ergänzungen. Dabei konzentrierte er sich vor allem auf die Erfassung wechselnder Stimmungen des Lichtes in relativ eng gewählten Ausschnitten. Zoff erarbeitete sich seine Maltechnik unmittelbar vor den Motiven, transponierte die Gegenstände der Natur in seine Bildvorstellungen und blieb zeitlebens dieser seiner Wirklichkeit verbunden. Als Naturalist eingestuft, wurde seiner Malerei schon in ihren Anfängen Anerkennung zuteil. Auch Kaiser Franz Josef zählte zu seinen frühen Käufern und sicherte dem jungen Künstler damit Freiheit und Unabhängigkeit von Ort und Schule.

Nicht erstaunlich ist, dass Zoffs große Reisefreudigkeit, die bereits während seines Grazer Studiums begann, seinem Schaffen eine wichtige Inspirationsquelle erschloss. Denn für Zoff war das Motiv von entscheidender Bedeutung. Auf seinen Studienreisen suchte er nach Themen, die für ihn neu, anregend und innerhalb der Malerei unverbraucht waren. So bereiste er viele Orte des damaligen Österreich, aber auch Holland, Belgien, Deutschland, Frankreich, Dalmatien und Italien

 


Zajicek Carl Wenzel
Zatzka Hans
Zetsche Eduard
Zoff Alfred
Galerie Szaal, Schottenring 10, 1010 Wien