geboren 1966 in Linz

Der Künstler wuchs in St. Florian auf. Seine Ausbildung begann er 1984 zunächst mit Privatunterricht bei Prof. Fritz Feichtinger, dem von 1985 bis 86 ein Studium der Malerei an der Universität für künstlerische Gestaltung in Linz folgte. Parallel dazu war er bis 1991 Schüler des Malers Fritz Aigner, mit dem ihn eine langjährige Freundschaft verband. Ab 1986 besuchte Kitzmüller die Meisterklasse für Malerei und Graphik bei Prof. Wolfgang Hutter an der Akademie für angewandte Kunst in Wien. 1989 schloss er sein Studium ab und kehrte über London nach St. Florian zurück, wo er seitdem als freischaffender Künstler lebt. Hier entwickelte er sich konsequent zu einer eigenständigen Künstlerpersönlichkeit, deren Werk zwar durchaus der Zeit entsprechend, aber ganz bewusst nicht dem öffentlichen Modediktat huldigend begegnet.

Seine brillant gemalten Arbeiten stehen stimmungsmäßig dem Magischen Realismus näher als der stilistisch ebenso verwandten Neuen Sachlichkeit. Der Oberflächlichkeit neuerer malerischer Modeströmungen setzt Kitzmüller eine Einheit von Form, Inhalt und Aussage entgegen, wobei er auch der menschlichen Figur als Ausdruck von Sinnhaftigkeit und Spiritualität neuen Wert verleiht. Durch die Vergeistigung realer Situationen werden Kitzmüllers Bilderwelten für den Betrachter zu „inneren Räumen“.

„Meine Bilder entstehen im Erschauen einer tieferen Wesenheit in der äußeren Welt“, so beschreibt Anton Kitzmüller selbst sein Schaffen. In dem Erkennen wurzelnd, dass es ein Innen ohne Außen ebenso wenig gibt wie ein Außen ohne Innen, richtet sich sein Gedankengut auf Zusammenhänge und Kausalitäten, die die Menschheit von Anbeginn ihres Seins an beschäftigten. Das Ineinanderfließen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, von Realität und Irrealität, von Materie und Energie, die Einheit von Geist und Körper, von Mensch und Natur, von begrenztem Leben und unendlicher Zeit – all diese Themen klingen in seinen Arbeiten an.

In formaler Hinsicht kann Kitzmüller als ein Brückenbauer zwischen den Zeiten gesehen werden. In seiner vielschichtigen Lasurtechnik zeigt er sich als ein Bewahrer vergessener Erfahrungen alter Meister und demonstriert gleichzeitig, wie man heute damit schöpferisch und durchaus zeitgemäß umgehen kann.

Seit den 90er Jahren ist Kitzmüllers Schaffen von einer regen Ausstellungstätigkeit in Galerien, Museen und auf Kunstmessen begleitet, rezensiert von Tageszeitungen, Kunstzeitschriften und dem Fernsehen. Seine Gemälde wurden u. a. in Österreich, Deutschland, den Niederlanden, Frankreich, England, Belgien, Polen, Italien, der Schweiz und den USA gezeigt und sind Bestandteil bedeutender Sammlungen, wie des Leopold Museums in Wien oder der Sammlung Leonie von Rüxleben (Kunstmuseum Lübeck). Das Filmstudio September-Film Köln drehte 2008 „Das Maß der Dinge“, ein umfangreiches Filmportrait über Anton Kitzmüller.

 


Kesselgruber Ilse
Kielnhofer Manfred
Kitzmüller Anton
Galerie Szaal, Schottenring 10, 1010 Wien